Der Radmantel

Ein sogenannter Radmantel. Dieser meist bodenlange Mantel besteht aus einem (meist dunklen) Wollstoff in Köperbindung und wurde vorne am Hals entweder mit einer Fibel (einer Schließe ähnlich einer Brosche), oder mit einer Tasselschnur (ein Band, welches an den Kanten des Mantels mit sogenannten Tasseln befestigt ist, welche einer Brosche ähneln) geschlossen.

Bei dieser Trageweise hat der Träger sehr oft seine Hand an der Tassel, damit das Gewicht des Mantels ihn nicht "erwürgt". Die Kanten des Mantels waren oft ohne Verzierung, bei höher gestellten Personen aber mit Stickereien, oder wie hier, mit einer brettchengewebten Borte versehen.

Belege für den Mantel lassen sich haufenweise finden, ich führe hier einen an, an dem man auch den "Tasselgriff" erkennen kann:
Stifterfigur des Naumburger Westchores - Markgräfin Reglinds.

Quelle:

  • Figur aus: Zeit der Staufer, Bd.2, Abb. 254