Die Brettchengewebte Borte

Die Technik des Brettchenwebens ist eine recht alte Technik, die erstaunlich stabile Bänder herstellen kann.
Die Kettfäden werden dabei zu je 4 (oder 6 oder 8) auf eine Webkarte aufgezogen und nach jedem Schuss gegeneinander verdreht. So entsteht nicht nur ein starkes Band, sondern auch die faszinierendsten Muster. Die Borten wurden als Gürtel und Naht/Kantenzierde verwendet.

Als Beleg führe ich hier ein Manipel aus Deutschland Anfang 13. Jhdt. an. In dieser Auflösung erkennt man nur eine Struktur. Vergrößert ist es wesentlich feiner.

Ab dem 13.-14. Jahrhundert setzten sich aber bestickte Bänder mehr durch als Verzierung, und so wurde Brettchengewebtes immer seltener. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, daß abwechslungsreiche komplexe Muster doch einfacher zu sticken als zu weben waren. Dies führte wohl auch dazu, daß es mehr und mehr Variationen der Webtechnik gab: Auslassen von Fäden, Einflechten von anderem Material.

Weiterführende Informationen kann man beim "Museumsdorf Düppel" oder auf "http://civis.tempus-vivit.net/brettchenweben" erhalten.

Quelle:

  • Manipel aus: Zeit der Staufer, Bd.2, Abb. 754